Der Maler Adolf Fischer–Gurig

Der deutsche Spätimpressionist Adolf Fischer – Gurig, Landschaftsmaler und Städtedarsteller, war ein Kind unseres Ortes, wurde am 2. Juni 1860 in Obergurig als Sohn des damaligen Papierfabrikbesitzers Fischer geboren. Seine Werke sind zu unrecht relativ unbekannt, anläßlich seines 125. Geburtstages eröffnete das Stadtmuseum Bautzen 1985 eine Kabinettausstellung und würdigte so einen lokalen Künstler.

Schon in früher Kindheit zeigte sich seine malerische Begabung und so studierte er von 1880 – 1883 an der Dresdner Kunstakademie in der Malklasse von Leon Pohle und der Landschaftsklasse von Viktor Paul Mohn, einem Ludwig – Richter – Schüler. In den kommenden Jahren eröffnet Fischer – Gurig Ateliers in Dresden, Berlin und München, wird Meisterschüler Karl Ludwigs und läßt sich auf Studienreisen nach Oberbayern und Tirol in der Landschaftsmalerei inspirieren. 1898 wird Fischer – Gurig entgültig Dresdener, zeichnet seit 1900 seine Werke mit „Fischer – Gurig“, um den Bezug zur Heimat zu zeigen. 1902 beginnt mit umfänglichen Studienreisen nach Ostfriesland und Holland seine zweite Schaffensperiode. Er malt die alten Städte und Häfen in den sonnigsten Farben, auf der Weltausstellung in St. Louis erhielt Fischer – Gurig dafür 1904 die Silberne Medaille. In den danach folgenden Jahren entstanden Ansichten von Dresden und Bautzen, Naturdarstellungen und Landschaftsgemälde, in wechselnden Stimmungen. Diese, seine letzte Schaffenzeit, wurde vom Impressionismus geprägt. Noch während seiner Münchener Jahre waren in der großen Kunstausstellung 1891 die französischen Impressionisten Manet, Monet, Sisley u.a. erstmals in der Stadt vertreten gewesen. Fischer – Gurig nahm hier Impulse für seine Malweise auf, die dann bei der Schilderung ostfriesischer und holländscher Städte und Landschaften voll zur Geltung kommen. Unter Verwendung von Lichteffekten und einem lockeren und pastosen Farbauftrag gelangt er zur impressionistischen Bildsprache, die atmosphärisch lichtdurchflutete Räumlichkeiten schafft.

Bedeutende Werke