Kleindöbschütz

Zu den spreenahen Siedlungen am alten Böhmischen Steg zählt auch Kleindöbschütz. Über sein Alter ist urkundlich nichts bekannt. 1760 gab es eine Winkelschule im Ort. Martin Mrosig, Kinderlehrer und Gerichtsschöppe erteilte in seiner Wohnstube Unterricht. Kleindöbschütz wurde in der Vergangenheit in mehrere Siedlungsgruppen gegliedert, die sich über die Jahre bis heute so erhalten haben. Die Häuser der ehemals größten Siedlungsgruppe stehen über dem Steilufer der Spree. Eine weitere Siedlungsgruppe " an einem Wässerchen zwischen dem Weg nach Lehn und der Bahnstrecke " umfaßt ursprünglich ein paar Gebäude, heute ist hier die neue Wohnsiedlung Kleindöbschütz im Entstehen. Die dritte Siedlungsgruppe hatte sich im Auenrand nahe der Spree gebildet und die alte ehemalige Äppelweinschenke mit ihrem Umgebinde, den verzierten Tragesäulen und der Jahreszahl 1797 in der Schlußsteinplatte des granitenen Türstockes ist das wohl prominenteste Gebäude davon. Eine vierte Siedlungsgruppe steht auf dem Tallehn nördlich des Flusses. Früher gab es hier die beliebte Ausfluggaststätte " Kuchenhäusel " in dem alten Umgebindehaus mit profilierten Holzsäulen und geschieferten Obergeschoß.

Aus der Geschichte des Ortes Kleindöbschütz

1724Bau der "Böhmischen Brücke"
vor 1760entstand Kleindöbschütz, 4 Siedlungsgruppen
1760gab es eine Winkelschule, Martin Morsig, Kindlehrer und Gerichtsschöpp erteilt in der Wohnstube Unterricht
1777eine statistische Zählung ergab 3 Gärtner und 26 Häusler
1797Bau der Äppelweinschenke, Großdöbschützer Straße 2
1800Errichtung des "Kuchenhäusl", vorher benannt als "Feldschlösschen"
1871eine statistische Zählung ergab 208 Bürger
1885erste Industrie gegründet, eine Apfelweinfabrik
1890eine statistische Zählung ergab 236 Bürger, davon 186 Sorben
1992Einweihung der neuen Brücke und somit Entlastung der historischen Böhmischen Brücke, sowie Rekonstruktionsarbeiten an der alten Brücke
1995Erschließungsbeginn des Eigenheimstandortes Dammweg/Eichenweg an der Großdöbschützer Straße
1995Verlegung einer Gasleitung
1996Bau des Wanderparkplatzes an der Wochenendsiedlung
1999leben im Ortsteil 221 Einwohner
2001/02Straßenbau Mittelweg