Unsere Ortsteile

  • Obergurig

    In einem bis 1 km breitem Saum im Spreetal breitet sich neben anderen Dörfern Obergurig mit seiner Flur aus.

    Seiner Lage am Fuß des Mönchswalder Berges entsprechend, erhielt die Siedlung den Ortsnamen "Goreke" bzw. "Goric" (1272), der von gorka = kleiner Berg abzuleiten ist.

    Wenn man dann 1430 "czu Gorg by dem behemischenImg220 Stegen" schreibt, so ist das ein Hinweis auf die nahe Spreefurt. Von wandernden Händlern könnte ein Fund mit Brakteaten aus der Zeit Friedrich Barbarossas und Otto des Reichen zeugen. [mehr]
  • Lehn

    Wo die Hanglage von der Spreeaue zum Mönchswalder Berg ansteigt, liegt die Dorfgasse von Lehn. Eine Sammlung von Urkunden über die Lehen der Krone Böhmens, die aus den Jahren 1378 - 1419 in Wien vorliegt, enthält die erste Nennung des Ortes: "Len podle ceske stezky" = Lehn am Böhmischen Steig.

    Vielleicht war das Vorwerk, das ein Gutsherr von Döbschütz hier errichtete, der Ausgangspunkt der kleinen Siedlung. Die Leute von Lehn - sie unterstanden wie Döbschütz dem Rat zu Bautzen - lebten vom Ackerbau, Waldarbeit und etwas Fischfang in der Spree, wie 1692 bezeugt wird. [mehr]
  • Blumental

    Wo die Hanglage von der Spreeaue zum Mönchswalder Berg ansteigt, liegt die Dorfgasse von Lehn. Eine Sammlung von Urkunden über die Lehen der Krone Böhmens, die aus den Jahren 1378 - 1419 in Wien vorliegt, enthält die erste Nennung des Ortes: "Len podle ceske stezky" = Lehn am Böhmischen Steig.

    Vielleicht war das Vorwerk, das ein Gutsherr von Döbschütz hier errichtete, der Ausgangspunkt der kleinen Siedlung. Die Leute von Lehn - sie unterstanden wie Döbschütz dem Rat zu Bautzen - lebten vom Ackerbau, Waldarbeit und etwas Fischfang in der Spree, wie 1692 bezeugt wird. [mehr]
  • Schwarznaußlitz

    1241 wird Schwarznaußlitz erstmals erwähnt.

    Die Flur des Ortes liegt am Nordhang des nördlichen Gebirgszuges zwischen dem "Gipfel" des kleinen Picho (ehemals 456 m) und dem Spreetal (220 m).

    Schwarznaußlitz zeigt im Gegensatz zu Weißnaußlitz eine kolonialzeitliche Dorfform, doch die Flur war in Blöcke geteilt.Vielleicht gehörte es zu den spätslawisch - kolonialzeitlichen Siedlungen des Bautzener Gebietes.
    Dieses Nozzedlicz (1317) besaß 1430 den Zusatz "Swarzen". In Dorfnähe lag der nachmals domstiftliche Wetzker Wald... [mehr]
  • Mönchswalde

    Mönchswalde erstreckt sich zwischen zwei flachen Tälern auf einem schmalen Ausläufer des Mönchswalder Berges. An dieser Stelle breitete sich einst ein Teil der bischöflich - meißnischen Wälder "by dem behemischen Stegen" aus. Er gehörte zwei Bautzener Bürgern, die ihn 1440 dem Franziskanerkloster zu Bautzen schenkten. Nach der Reformation kamen Grund und Boden in die Hand des Domstiftes St. Petri, das seine sinkenden Einkünfte an Naturalien durch ein 1562 hier gegründete domstiftliches Gut zu heben hoffte. Für die Dienstleute wurde eine Anzahl von Holzhäusern errichtet. Das war der Anfang des Dorfes Mönchswalde.

    1676 erlaubte Kurfürst Johann Georg II. dem Domstift im Mönchswalder Vorwerk eine Brauerei einzurichten. [mehr]
  • Kleindöbschütz

    Zu den spreenahen Siedlungen am alten Böhmischen Steg zählt auch Kleindöbschütz. Über sein Alter ist urkundlich nichts bekannt. 1760 gab es eine Winkelschule im Ort. Martin Mrosig, Kinderlehrer und Gerichtsschöppe erteilte in seiner Wohnstube Unterricht. Kleindöbschütz wurde in der Vergangenheit in mehrere Siedlungsgruppen gegliedert, die sich über die Jahre bis heute so erhalten haben.
    Die Häuser der ehemals größten Siedlungsgruppe stehen über dem Steilufer der Spree. Eine weitere Siedlungsgruppe " an einem Wässerchen zwischen dem Weg nach Lehn und der Bahnstrecke " umfaßt ursprünglich ein paar Gebäude, heute ist hier die neue Wohnsiedlung Kleindöbschütz im Entstehen. [mehr]
  • Großdöbschütz

    Rechts der Spree liegt Großdöbschütz in einer Lücke des steilen nördlichen TalhangesSpree. Dieser Hang besteht aus pleistozänen Kiesen, die offenbar in einem Schmelzwassersee von der Spree abgelagert wurden. Am östlichen Ortsausgang und oberhalb der Mühle steigen die Talränder besonders an (um 15 bis 20 Meter).
    Vorgeschichtliche Funde in Großdöbschütz aus der Jüngeren Steinzeit (ungefähr 3000 v.Chr.) beweisen, daß schon zu dieser Zeit Indogermanen die jetzigen Döbschützer Fluren bewohnten. Dieser Henkelbecher wurde 1924 nördlich der Straße nach Hainitz in einer Sandgrube gefunden. [mehr]
  • Singwitz

    Singwitz fügt sich in einer begrenzten von Tallehm bedeckten Weitung der Spree an. Rechts des Flusses entstand der alte Bauernweiler. Ein Wachstum des Dorfes bis über die umgebenden Höhen setzte nach der Mitte des vorigen Jahrhunderts ein, als sich im Spreetal Industriebetriebe entwickelten und eine Haltestelle der Eisenbahn am 1. November 1879 eröffnet wurde.
    Sehr interessant war 1928 die Aufdeckung eines slawischen Skelettgrabes, wo neben dem Schädel ein versteinerter Seeigel (Krötenstein) als Beilage lag. Ein zweiter interessanter Fund wurde 1950 beim Hausbau an der Ringstraße gemacht. Hier fand man ein Gefäß mit Leichenbrand (Urne) aus einem Grab der späten Bronzeezeit (ca. 1000 v. Chr.).
    Der wichtigste frühgeschichtliche Punkt ist die sorbische Felsenburg Dobrus (nach dem Meißner Burgward Dobrus), die heutige Doberschauer Schanze, 25 m hoch auf einer granitenen Steilwand, deren Fuß einst unmittelbar von der Spree umflossen wurde, nach der Feldseite geschützt durch einen mächtigen Stein- Erde - Wall und starke Palisaden. [mehr]